Donnerstags Tipp – Verhalten während der Badesaison

Es ist mal wieder Zeit für einen Donnerstags Tipp und dieser steht dieses Mal unter einem ernsteren Stern. Da jetzt endgültig die Badesaison mit 31° lockt, stürmen alle los zum kühlen Nass. Dabei schockieren mich immer wieder die Nachrichten, die über die Todesopfer durch Ertrinken berichten. Darunter sind meist viele Kinder. Das liegt nicht daran, dass Eltern ihre Verantwortung gänzlich in den Wind geschossen haben, sondern Situationen unterschätzen und somit ihre Kinder in Gefahr bringen.

„Kinder ertrinken leise“

Mit dieser Aussage machte die Präsidentin der Bundesarbeitsgemeinschaft Mehr Sicherheit für Kinder e.V. auf sich aufmerksam. Wider der Erwartungen der Eltern, die Kinder würden durch zappeln auf sich aufmerksam machen, gehen diese einfach unter. Dies liegt daran, dass das Körpergewicht der Kinder anders verteilt ist, als bei Erwachsenen. Deshalb sollte man sich im Vorfeld der Badesaison mit  folgenden Regeln vertraut machen:

Nie das Kind/die Kinder aus den Augen lassen

Hierbei ist es gleich ob es sich um den Strand oder die Badewanne handelt, denn Kinder können auch im Knöchelhohen Wasser ertrinken. Sobald sie mit dem Gesicht zuerst ins Wasser fallen, verlieren Kinder die Orientierung und unternehmen keine Rettungsmaßnahmen. Deswegen ist schnelles Handeln angesagt!

Wenn es ruhig ist, dann könnte etwas passiert sein!

Viele Eltern gehen davon aus, dass sich das Kind schon melden wird, wenn etwas passiert ist. In einigen Fällen scheint dies auch zuzutreffen, doch nicht im Wasser. Hier gehen die Kleinen still unter und können sich nicht bemerkbar machen. Da Kinder vor Freude ab und zu mal einen Freudenschrei rausbringen, sollten sie, gerade wenn es ruhig ist, noch einmal nachsehen!

Schon im  Alter von 4 Jahren den Kindern das Schwimmen beibringen!

Die meisten werden in diesem Alter zwar nicht das Schwimmen erlernen, aber sie bekommen ein Gefühl für ihre Bewegungen. Deshalb sollte man bereits außerhalb der Badesaison, im Winter, regelmäßig mit den Kindern in ein Schwimmbad gehen.

Die richtige Schwimmhilfe aussuchen!

Schwimmtiere, -reifen und –ringen sind absolut keine Schwimmhilfen und dienen nur dem Spielspass im Wasser. Daher sollten diese Dinge auch nur unter Aufsicht eines Erwachsenen benutzt werden. Kinder rutschen schnell mal von Matratzen etc. ab und gehen einfach unter. Besser sind hier Schwimmflügel mit 2 aufblasbaren Kammern. Diese Schwimmflügel sollten dennoch nicht der Grund sein, sein Kind allein am Wasser zu lassen.

Niemals andere Kinder die Verantwortung übertragen!

Ältere Kinder können Gefahrensituation am Wasser nämlich nicht zu gut einschätzen und sind auch in Gefahrensituationen eher schlechte Helfer, da sie meist selber keine guten Schwimmer sind. In Paniksituationen schlägt das Opfer meist um  sich und drückt den Retter unter Wasser!

 

Rettungsmaßnahmen für die Badesaison

Sollte es doch zu einer Gefahrensituation gekommen sein, müssen Sie schnell handeln! Folgende Punkte sollte man vor beginn der Badesaison in seinem Gedächtnis verankert haben:

Das Kind ist bei Bewusstsein?

Hier gilt es das Kind zu beruhigen und selber ruhig bleiben, damit das Kind in keine weitere Panik verfällt!

Das Kind ist Bewusstlos?

Das Kind muss in die stabile Seitenlage gebracht werden. Handelt es sich um ein Baby, dann muss dieses auf den Bauch gedreht werden.

Das Kind hat einen Herz-Kreislauf- oder Atemstillstand?

Hier müssen sofort Wiederbelebungsmaßnahmen eingeleitet werden, um das Kind zu retten! Diese sollten mindestens bis zum Eintreffen des Notarztes ausgeführt werden! Nebenbei ist es wichtig den Körper warm zu halten.

Ich hoffe ihr nehmt euch diesen Donnerstags Tipp zu herzen, denn Ertrinken ist, neben Verkehrsunfällen, die häufigste Todesursache bei unter 5 Jährigen in der Kategorie Unfälle.

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